UNTERWASSER ©Tim Svenson

UNTERWASSER. Elbe. Ebbe. Flut.

 

Der Kurzfilm entstand an einem einzigen Tag, während der letzten Sturmflut in Hamburg. Die Bilder zeigen die um drei Meter höher als das mittleren Hochwasser aufgelaufene Elbe bei Övelgönne (nach dem Sturm „Herwart“). Kaum waren die enormen Wassermassen abgelaufen, eroberten die Hamburger die Strände zurück. Selbst die bis unters Dach versunkene „Strandperle“ öffnete noch am selben Tag wieder ihre Tore.

Ich möchte mit dem Clip auch darauf aufmerksam machen, dass der Hamburger Hafen zum Lebensraum der Schweinswale gehört. Erst vor wenigen Jahren sind die Meeressäuger zurück in die Hansestadt gekehrt, nachdem sie zum Ende des letzten Jahrhunderts, aufgrund der schlechten Wasserqualität, so gut wie verschwunden waren. Inzwischen sind die Hamburger Schweinswale abermals gefährdet: Mit dem Rückgang der Stint-Population in 2017, fehlt den kleinen Walen ihre Hauptspeise. Grund für den Stint-Schwund ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Ausbaggern der Elb-Fahrrinne. Auch der Unterwasser-Lärmpegel, den unter anderem Motorboote erzeugen, kann für die Schweinswale zur Gefahr werden: Die Tiere, die sich über Ultraschall und Echoortung orientieren, werden quasi „blind“ vor Lärm. Dabei kollidieren sie mit Schiffen und ertrinken. Im Übrigen sind vermutliche, weitere Folgen der Elbvertiefung in Zukunft höher und schneller auflaufende Sturmfluten.