Vischbrötchen 2 ©Tim Svenson

Original Hamburger Vischbrötchen

Ich liebe Fischbrötchen, insbesondere Matjes! Aber mein Fisch heißt Visch, kommt vom Strauch und hat keine Gräten. So geht’s: Eine Aubergine schälen und längs in ein bis eineinhalb Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in eine Schüssel geben und salzen (einfach mit den Fingern ein paar großzügige Prisen Meersalz darüber geben und vermengen, so dass alle Scheiben etwas abbekommen). 10 Minuten warten! Die Auberginen-Filets werden jetzt weich und das Salz entzieht dem Gemüse die Bitterstoffe.

Danach die Filets gründlich abtrocknen, ohne sie dabei zu quetschen. In einer Pfanne mit ein wenig Margarine oder Öl bei mittlerer Hitze vorsichtig anbraten, mehrmals wenden. Nach etwa acht bis zehn Minuten ist der Visch fertig. Er soll nur garen, nicht kross und knusprig werden. Wer den Geschmack des Meeres mag und noch intensivieren möchte, besorgt sich Nori-Flocken (getrocknete Meeresalgen). Dafür in eine halben Tasse Pflanzensahne einen gestrichenen Teelöffel Nori-Flocken geben und einrühren. Die Vischfilets mit der Sahne-Nori-Mischung ablöschen und darin nochmals behutsam bewegen und wenden. Die Sahne ist schnell verkocht und übrig bleiben buttrige, salzige Vischfilets, die ganz köstlich nach Meer und Wind schmecken! Wer weder Sahne noch Algen möchte, lässt einfach beides weg. Dann kommt der pure Auberginen-Geschmack etwas stärker durch. Der „Matjes“ sollte vor dem Genuss völlig abgekühlt sein.

Für Original Hamburger Vischbrötchen einfach ein Rundstück mit pflanzlicher Butter bestreichen und mit einem Salatblatt belegen. Keine Remoulade, keine Gürkchen, kein Schnickschnack. Zwei Auberginen-Vischfilets in das Brötchen legen und als Finish ein paar Zwiebelringe darauf platzieren. Eine normal große Aubergine reicht für zwei Vischbrötchen. Wer einmal in der Herstellung geübt ist, serviert die leckeren Happen schneller, als die HADAG-Fähre vom Fischmarkt nach Finkenwerder braucht. Also: Guten Appetit und Ahoi!

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