Glauben, dass alles gut wird 2630 ©Tim Svenson

… Eilmeldung … Eilmeldung … Eilmeldung …

Zum Abschluss der Serie „Wenn ich Hundert würde“, heute: Hoffen, dass alles gut wird.

Ich habe das Gefühl, dass uns seit vielen Jahren zwischen all den schlechten Nachrichten und Eindrücken kaum noch Atempausen bleiben: Sondersendungen zu Atomunfällen und Wetterkatastrophen, Live-Ticker mit Schauernews und Rette-Sich-Wer-Kann-Geplapper im Minutentakt. Auf den einen Krieg folgt der nächste, auf den einen Anschlag ein weiterer, Krisen werden von Krisen abgelöst und wild gewordene Staatsmänner befreien sich rund um den Globus aus ihren Zwangsjacken. Dazu Gezeter und Gepöbel allerorten, Hater, Radikalinskis, knalldumme Dauerätzer, Egoisten und Ignoranten hinter jeder Hausecke und in den muffigen Kommentarbereichen des Internetz‘. Was für eine mürbe machende Welt!

Darum sitze ich so gerne im Park und gucke Blumen an. Das ist nett und einfach und schont meine Synapsen.

Aber auch wenn die ARD mal wieder drei Brennpunkte hintereinander sendet und man unentwegt Edvart Munchs Meistergemälde „Der Schrei“ nachstellen möchte: Ich verliere nie die Hoffnung auf ein besseres Morgen. Ich glaube jeden Tag auf ein Neues daran, dass gut wird, was gerade noch zum Kotzen ist. Und ich überlege jeden Tag, was ich selbst dazu beitragen werde. Was auch hilft: Augen auf machen, Linsen scharf ziehen und das Gute und Schöne sehen. Hier und jetzt. Es ist überall. Und es ist mehr!